Richtlinien

Richtlinien f├╝r die Pr├╝fung von Fl├╝ssiggasanlage!

Die aktuellen Richtlinien f├╝r die Erstellung, ├äanderung und Pr├╝fung von Fl├╝ssiggasanlagen in Freizeitfahrzeugen k├Ânnen Sie aus der R├╝ckseite Ihrer gelben Pr├╝fbescheinigung nach- lesen.Weitere Informationen erhalten Sie beim Dachverband Fl├╝ssiggas DVGW. Das original Arbeitsblatt G 607 kann beim Beuht-Verlag f├╝r 36,00 Euro bezogen werden.

           Wissenswertes ├╝ber Fl├╝ssiggasanlage in Wohnmobilen.

Autor: Rainer Klasani, E-Mail: rainer.klasani@onlinehome.de

Inhalt

Inhalt .................................................................................................................................................... 2

Vorwort ................................................................................................................................................ 4

Grundlagen ............................................................................................................................................ 4

Regeln zum Aufbau der Gasanlage .......................................................................................................... 5

Flaschenaufstellraum (ÔÇ×GaskastenÔÇť) und Gasflaschenanschluss ................................................................. 5

Alternativen zum Flaschenaufstellraum .................................................................................................... 7

Gastanks: ............................................................................................................................................... 7

Aufstellung der Gasflasche au├čerhalb des Fahrzeugs:................................................................................ 7

Gasflaschen ........................................................................................................................................... 8

Gasinstallation ........................................................................................................................................ 8

Gasrohr: ................................................................................................................................................. 9

Gasschl├Ąuche: .......................................................................................................................................10

Absperreinrichtungen: ............................................................................................................................10

Gasger├Ąte .............................................................................................................................................10

Allgemeines zu den Gasger├Ąten: .............................................................................................................10

Spezielles zu einzelnen Ger├Ąten: ..............................................................................................................11

Abgasf├╝hrung ........................................................................................................................................13

Heizungsnutzung w├Ąhrend der Fahrt .......................................................................................................13

Tipps zum praktischen Aufbau der Gasanlage: .........................................................................................14

Wissenswertes zu Gasflaschen ...............................................................................................................15

Gasflaschenarten: ..................................................................................................................................16

Blaue Butangasflaschen .........................................................................................................................16

Stahlflaschen .........................................................................................................................................17

Kunststoffgasflaschen ............................................................................................................................18

Alugasflaschen ......................................................................................................................................18

Die Gastankflasche ................................................................................................................................19

Gassorten ..............................................................................................................................................21

Was ist AUTOGAS (LPG)? ...................................................................................................................21

Warum 80 % F├╝llung? ............................................................................................................................22

Was ist der Unterschied zu Erdgas?.........................................................................................................23

Gefahren von Fl├╝ssiggas: ........................................................................................................................24

Gaspr├╝fung beim Wohnmobil / Wohnwagen .............................................................................................25

"Gaskasten" ...........................................................................................................................................26

Druckregler und Gasschl├Ąuche im Gaskasten m├╝ssen auf folgende Punkte untersucht werden:.................... 26

Bei einem ggf. vorhandenen Gastank sind folgende Punkte zu pr├╝fen: .

Sichtkontrolle der gesamten Gasanlage: ...................................................................................................27

Kontrolle der Gasger├Ąte und der Abgasf├╝hrungen (soweit vorhanden und zug├Ąnglich):.................................27

Herd: .....................................................................................................................................................27

Heizung: ................................................................................................................................................27

K├╝hlschrank: ..........................................................................................................................................28

Backofen: ..............................................................................................................................................28

Gaslampe: ..............................................................................................................................................28

Druckpr├╝fung der Anlage: .......................................................................................................................28

Brennprobe und Kontrolle der Z├╝ndsicherungen: .......................................................................................29

Pr├╝fbescheinigung und Pr├╝fplakette .........................................................................................................29

Vorwort

In diesem Beitrag geht es um die ÔÇ×CampinggasanlageÔÇť, also um die Gasanlage zum Betrieb der ÔÇ×WohneinrichtungÔÇť und nicht um die Fl├╝ssiggasanlage zum Antrieb von Fahrzeugen.

Einige Inhalte stammen von Herrn Dipl. Wirt. -Ing. Rolf Jungebloed (Sachkundiger f├╝r "Campinggasanlagen") und unterliegen seinen Urheberrechten. Sie sind hier mit seiner Genehmigung ver├Âffentlicht und sollen als Gesamtinformation f├╝r den interessierten Wohnmobilfahrer dienen. Jegliche weitere Nutzung ist nur mit Genehmigung des Rechteinhabers m├Âglich.

Ich weise daraufhin, dass aufgrund von ├änderungen von Gesetzen, Vorschriften und Richtlinien dieser Beitrag nicht immer den aktuellen Stand wiedergeben kann. Bei der Erstellung, Ver├Ąnderung und bei Arbeiten an Fl├╝ssiggasanlagen hat sich jeder ├╝ber die zurzeit g├╝ltigen Gesetze, Vorschriften und Richtlinien zu informieren und diese auch zu beachten.

Grundlagen

Verbindlich sind die Regeln der DIN EN 1949 und des DVGW-Arbeitsblattes G607 in der Fassung vom 1.5.2005. Achtung, in vielen B├╝chern und auf vielen Homepages findet sich noch der alte Stand. Leider sind auch noch l├Ąngst nicht alle Campingh├Ąndler und Gaspr├╝fer auf die neuen Vorschriften geschult. Es haben sich jedoch ein paar Dinge ge├Ąndert, die bei neu errichteten Anlagen einzuhalten sind. Altanlagen haben weitestgehend Bestandschutz, wenn sie den Vorschriften entsprechen, die zum Tag ihrer Errichtung / Erstabnahme galten.

Diese Regeln gelten f├╝r die Installation, den Betrieb und die Pr├╝fung von Fl├╝ssiggasanlagen in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen und zu Wohnzwecken in anderen Fahrzeugen. Sie gelten nicht f├╝r gewerblich genutzte Fahrzeuge, diese m├╝ssen der BGV D34 entsprechen. (Die jedoch weitgehend gleiche oder ├Ąhnliche Vorschriften hat. Teilweise werden aber h├Âhere Anforderungen gestellt (z. B. bei den Druckminderern)

Die Gasanlagen m├╝ssen nach der Errichtung (vor der ersten Inbetriebnahme) und dann alle zwei Jahre sowie nach jeder Ver├Ąnderung der von einem DVFG-anerkannten Sachkundigen gepr├╝ft werden. Die Pr├╝fung ist gem├Ą├č VdT├ťV (AK-BF), auf Grundlage des ┬ž30 StVZO, Voraussetzung f├╝r das Bestehen der HU bei Wohnmobilen. Auch kann der Transport der Gasflaschen im Wohnmobil ein Versto├č gegen die Bestimmungen der Gefahrgutverordnung bzw. des ADR sein, wenn die Gasanlage nicht gepr├╝ft ist.

Des weiteren kann bei einer ungepr├╝ften Gasanlage der Versicherungsschutz gef├Ąhrdet sein. Bei einem Brandschaden die verlangen die Versicherungen als Erstes die Gaspr├╝fbescheinigung zur Einsicht.

Die Anlage wird in einer gelben Pr├╝fbescheinigung dokumentiert. Hier werden auch die Erst- und Wiederholungspr├╝fungen bescheinigt. Zus├Ątzlich gibt es noch eine Pr├╝fplakette mit der Jahreszahl der n├Ąchsten Pr├╝fung. Diese Plakette allein hat keine Aussagekraft. Notwendig ist immer die Pr├╝fbescheinigung mit dem genauen Datum, zumal die G├╝ltigkeit der Pr├╝fung bzw. der Zweijahreszeitraum tagesgenau zu sehen ist. Bei Neufahrzeugen gibt es teilweise nur noch eine ├ťbereinstimmungserkl├Ąrung der Anlage mit der DIN EN 1949 vom H├Ąndler / Hersteller. F├╝r diese Anlagen muss dann bei der ersten Wiederholungspr├╝fung die gelbe Pr├╝fbescheinigung erstellt werden.

Regeln zum Aufbau der Gasanlage

Eine der wichtigsten Neuerungen seit 1.5.05 ist die, dass nur noch Anlagen mit 30 mBar Gasdruck aufgebaut werden d├╝rfen.. Fr├╝her waren in Deutschland 50 mBar zugelassen. Daher sollte man beim Kauf gebrauchter Ger├Ąte darauf achten, dass diese f├╝r 30 mBar ausgelegt sind.

Flaschenaufstellraum (ÔÇ×GaskastenÔÇť) und Gasflaschenanschluss

Die Fl├╝ssiggasanlage wird meist aus Gasflaschen gespeist, welche in der Regel in einem speziellen Schrank oder Kasten stehen, dem Flaschenaufstellraum, f├╝r den bestimmte Vorschriften gelten. Alternativ dazu kann eine Gasanlage auch von au├čen gespeist werden, oder ├╝ber einen Fl├╝ssiggastank.

Die Gasflaschen m├╝ssen in einem Flaschenaufstellraum untergebracht werden. Dieser muss folgenden Regeln entsprechen:

Der Flaschenaufstellraum muss ÔÇ×gasdichtÔÇť zum Innenraum sein. (Bei Eigenbau z. B. alle Ecken und Sto├čkanten mit Dichtmasse abdichten).

Wenn der Flaschenaufstellraum eine T├╝r zum Innenraum hat, dann muss der untere ÔÇ×T├╝rsockelÔÇť min. 50 mm hoch sein und die T├╝r muss ÔÇ×gasdichtÔÇť schlie├čen. In diesem Fall d├╝rfen dann auch Zweiflaschenanlagen verbaut werden (Duomatic, Triomatic, etc.). Damit die Bedingung der ÔÇ×gasdichtenÔÇť T├╝r erf├╝llt wird, reicht i. A. eine umlaufende Dichtung aus Moosgummi oder Schaumstoff, wie sie f├╝r

Im Flaschenaufstellraum d├╝rfen max. 2 Flaschen mit max. je 16 kg aufgestellt werden (k├Ânnen). De facto in D somit max. 2 x 11 kg. Es gibt zwar inzwischen auch 15 kg Flaschen, diese sind aber nicht markt├╝blich und kaum zu bekommen. ├ťblich sind 11 kg Flaschen.

Jede Flasche muss mit zwei Halterungen (im oberen und unteren Teil der Flasche) verdrehsicher befestigt sein, die Flaschen m├╝ssen aufrecht stehen.

Mindestens eine Entl├╝ftungs├Âffnung muss vorhanden sein. Der freie L├╝ftungsquerschnitt muss 2 % der Grundfl├Ąche des Gaskastens entsprechen, jedoch min. 100 cm┬▓ gro├č sein. Diese ├ľffnung kann entweder im Boden oder unmittelbar ├╝ber dem Boden in der Seitenwand sein, oder alternativ aufgeteilt werden in zwei Entl├╝ftungs├Âffnungen mit je 1% der Grundfl├Ąche, aber min 50 cm┬▓ gro├č unten und oben im Gaskasten. Die L├╝ftungen d├╝rfen nicht durch die Gasflasche zugestellt werden (Gasflaschen von ALUGAS haben z. B. keine L├Âcher im ÔÇ×AufstellringÔÇť. Ggf. sind die Gasflaschen auf Distanzh├Âlzer zu setzen, zwischen denen austretendes Gas hindurch zur Entl├╝ftungs├Âffnung flie├čen kann). Auf Wechselwirkungen z. B. mit der Heizung achten (Bei S- und E-Heizung mit Frischluftzufuhr von unten darf keine Entl├╝ftungs├Âffnung nach unten vorhanden sein).

Ein Sonderfall stellt der sogenannte Flaschenschacht dar. Dieser ist nur von oben zug├Ąnglich und darf nur eine Flasche bis 5 kg aufnehmen. Hier reicht ein fallend verlegter Entl├╝ftungsschlauch mit 20 mm freiem Durchmesser.

Keine Z├╝ndquellen im Gaskasten. D. h. keine Elektroinstallation im Gaskasten. Ausnahmen sind Dinge wie Gasfernschalter oder F├╝llstandsanzeigen, die zum Betreiben der Gasanlage ben├Âtigt werden und die dazu entsprechend zugelassen werden. Auch gemeinsame Nutzung des Gaskastens mit Wasserkanistern mit Tauchpumpe o. ├Ą. ist nicht mehr zul├Ąssig.

Wenn sich direkt ├╝ber dem ÔÇ×GaskastenÔÇť der Kocher befindet, dann muss ein Hitzeschild verbaut werden.

Der Gaskasten muss Abstand von s├Ąmtlichen W├Ąrmequellen haben. (Auch von Auspuffanlagen unter dem Fahrzeug). Mindestma├če: Seitlicher Abstand 250 mm, unter dem Gaskasten 300 mm. Wenn dieser nicht eingehalten werden kann, m├╝ssen Hitzeschilde montiert werden.

Die Gasflaschen bzw. die Druckminderer werden mit Gasschl├Ąuchen an die weitere Installation angeschlossen. Bei einfachen Anlagen darf nur eine Flasche angeschlossen sein, bei entsprechenden ÔÇ×DoppelanlagenÔÇť wie Duomatic, Triomatic usw. d├╝rfen auch beide angeschlossen sein. Der oder die Gasanschlussschl├Ąuche m├╝ssen zugelassen sein und d├╝rfen maximal 450 mm lang sein. Bei Flaschenausz├╝gen auch 750 mm. Sie d├╝rfen nicht durch W├Ąnde gef├╝hrt werden. D. h., sie m├╝ssen im Gaskasten an die Gasrohrleitung angeschlossen werden.

Die Druckregler m├╝ssen f├╝r den Einsatz in Campingfahrzeugen zugelassen sein und eine Sicherheitseinrichtung haben. Es sind sowohl einzelne Regler, die direkt an der Flasche verschraubt werden, als auch Regler, die an der Wand festgeschraubt werden, zul├Ąssig. Dabei dann unbedingt auf die richtigen Gasschl├Ąuche achten. Bei den neueren wandmontierten Reglern m├╝ssen spezielle Hochdruckschl├Ąuche verwendet werden. ÔÇô Bei fest installierten Reglern wie z. B. der Triomatic ist ein extra Pr├╝fanschluss sinnvoll.

Druckregler und Gasschl├Ąuche m├╝ssen sp├Ątestens nach 10 Jahren ersetzt werden (gilt auch f├╝r Altanlagen. Kein Bestandschutz!).

Alternativen zum Flaschenaufstellraum

Gastanks:

Bei Gastanks muss die Bef├╝lleinrichtung au├čerhalb des Fahrzeugs sein.

Ein Pr├╝fstutzen ist Vorschrift, der Tank muss direkt an das Gasrohr angeschlossen werden (kein Schlauch).

Die Tanks m├╝ssen so eingebaut sein, dass das Gas ausschlie├člich in der Gasphase entnommen werden kann.

Alte Tanks mit einer Zulassung nach Druckbeh├Ąlterverordnung haben eine Pr├╝fpflicht alle 10 Jahre. Bei neuen Tanks nach UN/ECE Regelung 67 Anhang 10 (Pr├╝fzeichen: E 67R-01.... ) entf├Ąllt wahrscheinlich die Pr├╝fpflicht alle 10 Jahre. Zurzeit gibt es noch keine Regelung, die Gremien beraten noch dar├╝ber.

Alte ausl├Ąndische Tanks mit Pr├╝fzeichen 67R-00... sind nicht zul├Ąssig.

Aufstellung der Gasflasche au├čerhalb des Fahrzeugs:

Alternativ zur Aufstellung im ÔÇ×GaskastenÔÇť d├╝rfen Gasflaschen unter bestimmten Bedingungen auch au├čerhalb des Fahrzeugs aufgestellt werden. Gr├╝nde daf├╝r k├Ânnen z. B. die gew├╝nschte Verwendung einer 33 kg Gasflasche beim Winter- oder Dauercamping sein, oder dass ganz auf einen Gaskasten verzichtet werden soll. Auch ist es eine M├Âglichkeit Anlagen mit alten, abgelaufenen Gastanks ohne gro├če Umbauten weiter zu betreiben, nachdem der Gastank ausgebaut wurde. Daf├╝r muss die Einspeisung entweder ├╝ber eine au├čen am Fahrzeug angebrachte Sicherheits-Schnellschlusskupplung (ÔÇ×GassteckdoseÔÇť) erfolgen, oder es muss eine geeignete Schlauchdurchf├╝hrung in den Gaskasten vorhanden sein. Der Anschlussschlauch darf max. 150 cm lang sein (bei Altanlagen sind 100 cm erlaubt) und an der Gasflasche muss eine Schlauchbruchsicherung vorhanden sein.

Die Flasche muss dann so aufgestellt werden, dass:

sie fest steht und gegen Umfallen gesichert ist,

sich innerhalb von 50 cm um das Flaschenventil keine ├ľffnungen zum Fahrzeug befindet,

sich innerhalb von 50 cm um das Flaschenventil keine Z├╝ndquellen befindet,

sich im Bodenbereich im Abstand von 50 cm um die Flasche keine Boden├Âffnungen, Vertiefungen, Kellerfenster, Kan├Ąle o. ├Ą. befindet.

Anm.: Das Wechseln des Gasschlauches vom kurzen Schlauch zum Anschluss der Flaschen im Kasten zum langen Schlauch zum Anschluss einer au├čen stehenden Flasche gilt als Ver├Ąnderung der Gasanlage, die eine neue ÔÇ×Gaspr├╝fungÔÇť notwendig macht. Um dies zu umgehen, sollte eine zugelassene ÔÇ×GassteckdoseÔÇť angebracht werden.

Gasflaschen

Die verwendeten Gasflaschen m├╝ssen zugelassen und entsprechend gekennzeichnet sein. Die blauen Camping-Gasflaschen haben kein eingebautes Sicherheitsventil. Sie m├╝ssen daher im Wohnmobil immer mit einem zus├Ątzlichen Sicherheitsentnahmeventil betrieben werden, dies muss immer aufgeschraubt sein, wenn sich die Gasflasche im Flaschenkasten befindet. Das Pr├╝fdatum der Flasche ist nur relevant f├╝r das Auff├╝llen. D. h., eine Gasflasche darf auch nach dem Ablauf der Pr├╝ffrist noch betrieben werden, jedoch nicht mehr neu aufgef├╝llt werden. Anm.: Ich w├╝rde aber bei der 40 Jahre alten Flasche, die ich in Opas Keller gefunden habe, und die rostig und gammlig ist trotzdem Abstand davon nehmen.

Gasinstallation

Die gesamte Gasinstallation muss, bis auf den Anschlussschlauch der Flasche und ggf. einer Ausnahme beim Kocher, fest mit Rohren erfolgen. F├╝r jede Verbrauchseinrichtung ist ein eigenes Absperrventil im Innenraum vorzusehen. Die gesamte Anlage muss einen Hauptabsperrhahn haben, der im Allgemeinen das Flaschenventil sein kann.

Gasrohr:

├ťblich und gebr├Ąuchlich ist verzinktes, nahtloses Stahlrohr in 8 oder 10 mm Au├čendurchmesser mit Schneidringverschraubungen. Dies ist auch im Campingzubeh├Âr g├Ąngig. Alternativ zul├Ąssig sind Edelstahlrohr, Kupferrohr (bei Schneidringverschraubungen mit St├╝tzh├╝lsen) und hartes Kupferrohr. Bei Cu-Rohr m├╝ssen Schneidringe und Muttern aus Messing verwendet werden. Als Verbindungsarten zul├Ąssig sind neben den Schneidringverschraubungen noch Hartl├Âten (Cu-Rohr), Klemmringverschraubungen, B├Ârdelverschraubungen und Gewindeverbindungen. Quetschverbindungen sind nicht zul├Ąssig.

Gasrohre m├╝ssen spannungsfrei verlegt und min. alle 100 cm befestigt werden. (Cu-Rohr alle 50 cm). Befestigungen aus Metall m├╝ssen Schutzeinlage aus Kunststoff haben.

Der Rohrdurchmesser ist so zu w├Ąhlen, dass die Versorgung aller Gasger├Ąte gew├Ąhrleistet ist. (Alle Ger├Ąte gleichzeitig Volllast). !Achtung bei Querschnittsverengungen durch Biegen! Bei gro├čen Verbrauchern und/oder l├Ąngeren Leitungswegen ist es sinnvoll, von der Gasflasche bis zum Verteilerblock Rohr in 10 mm Durchmesser zu verlegen.

Rohrleitungen sind ggf. vor Korrosion zu sch├╝tzen, insbesondere bei Verlegung unter dem Fahrzeugboden. Die Verzinkung der im Campinghandel ├╝blicherweise erh├Ąltlichen Stahlrohre ist f├╝r den Au├čenbereich nicht ausreichend. Zus├Ątzlicher Rostschutz (z. B. lackieren) ist notwendig. Das Verwenden von Unterbodenschutz hat den Nachteil, dass man ein ggf. darunter stattfindendes Rosten bei besch├Ądigtem U-Schutz nicht feststellen kann, und sollte daher nicht gemacht werden. Im Campinghandel gibt es auch noch kunststoffummanteltes Stahlrohr (gr├╝nlich). Dies sollte im Au├čenbereich bevorzugt verwendet werden.

Offene (ungenutzte) Leitungs├Âffnungen bzw. freie Abg├Ąnge am Verteilerblock m├╝ssen mit Blindstopfen und ├ťberwurfmuttern verschlossen werden.

Gasleitungen d├╝rfen nicht mit Elektroleitungen in Kontakt kommen. Der Abstand bei parallelem Verlegen muss min. 30 mm, bei Kreuzungen 10 mm betragen.

Trennstellen (Verschraubungen) im Gasrohr m├╝ssen zug├Ąnglich sein. Es sollten m├Âglichst wenige Trennstellen eingebaut werden.

Beim Verlegen der Rohre durch W├Ąnde m├╝ssen diese so verlegt werden, dass sie nicht scheuern. (Ausreichend Abstand oder Gummit├╝llen o. ├Ą.)

Gasschl├Ąuche:

M├╝ssen alle 10 Jahre getauscht werden.

M├╝ssen f├╝r das jeweilige Land bestimmt / zugelassen sein. (z. B. Niederdruckschl├Ąuche f. D sind orange).

Die Anschl├╝sse m├╝ssen fest verpresst sein. Selbstbauten mit Schlauchschellen o. ├Ą. sind verboten.

Schl├Ąuche d├╝rfen nicht durch W├Ąnde verlegt werden.

Normalerweise d├╝rfen Gasschl├Ąuche nur im Gaskasten verwendet werden. Bei schwenkbarem oder herausnehmbarem Kocher ist noch ein Gasschlauch im Innenraum zul├Ąssig. Dieser muss dann so kurz wie m├Âglich sein (max. 750 mm) und muss vor Besch├Ądigung gesch├╝tzt sein.

Absperreinrichtungen:

Eine Hauptabsperreinrichtung muss vorhanden sein. Meist gen├╝gt das Flaschenventil, sofern dies gut zug├Ąnglich ist. (Zug├Ąnglichkeit von au├čen ist ausreichend.)

F├╝r jeden Verbraucher / jedes Gasger├Ąt muss ein eigener weiterer Absperrhahn vorhanden sein. Sind die Absperrh├Ąhne, z. B. bei Verwendung eines Absperrhahnblocks, nicht eindeutig den Verbrauchern zuzuordnen, dann m├╝ssen diese gekennzeichnet sein. Die Offen- und Geschlossen-Stellung des Hahns muss sofort erkennbar sein. [D. h. Ventile mit Drehrad, wie z. B. bei einem Wasserhahn sind nicht zul├Ąssig.) Ist nur ein Gasger├Ąt verbaut, so gen├╝gt meist die Hauptabsperreinrichtung bzw. das Flaschenventil.

Gasger├Ąte

Allgemeines zu den Gasger├Ąten:

Alle Ger├Ąte m├╝ssen f├╝r 30 mBar Gasdruck vorgesehen sein.

Alle Gasger├Ąte m├╝ssen f├╝r den Betrieb in Stra├čenfahrzeugen geeignet und zugelassen sein. D. h., das Ger├Ąt muss CE oder DVGW-Zertifiziert sein, oder 90/396/EWG entsprechen. Ab 1.10.02 muss es ggf. 72/245/EWG entsprechen (EMVU).

Alle Gasger├Ąte m├╝ssen f├╝r Deutschland und f├╝r den Betrieb mit Propan und Butan zugelassen sein. Die Typenschilder m├╝ssen vorhanden und lesbar sein. Auch bei gebrauchten Ger├Ąten.

Alle Ger├Ąte m├╝ssen ├╝ber eine Flamm├╝berwachung (Z├╝ndsicherung) verf├╝gen.

Alle Ger├Ąte m├╝ssen entsprechend den Herstellerangaben eingebaut und betrieben werden. Dies Betrifft insbesondere:

´éžX Den vorgesehenen Verwendungszweck (z. B. f├╝r Fahrzeuge oder nicht f├╝r Fahrzeuge).

´éžX Die Vorgaben zum Einbau.

´éžX Die Vorgaben zur Abgasf├╝hrung.

´éžX Weitere Betriebshinweise etc.

 

Alle Gasger├Ąte m├╝ssen fest an die Gasrohrleitung angeschlossen werden. Das hei├čt auch, dass Haushaltsger├Ąte oder einfache Campingger├Ąte i. d. R. nicht verbaut werden d├╝rfen, auch wenn sie eine DVGW-Nr. tragen, da diese keine Zulassung / Pr├╝fung f├╝r den Betrieb in Fahrzeugen haben, sondern nur f├╝r den Betrieb im Haushalt oder Zelt bzw. im Freien zugelassen sind.

Spezielles zu einzelnen Ger├Ąten:

Heizung: Heizungen m├╝ssen f├╝r den Einbau in Kraftfahrzeugen zugelassen sein. Es gibt auch Heizungen nur f├╝r Wohnwagen oder nur f├╝r Wasserfahrzeuge. Seit dem 1.1.07 muss die neu in Serienfahrzeuge eingebaute Heizung eine e-Typgenehmigung nach 2001/56/EG und 2004/78/EG haben. Heizungen m├╝ssen zus├Ątzlich vom T├ťV gesondert in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Es sind die neuen Vorschriften zur Heizungsnutzung w├Ąhrend der Fahrt zu beachten.

Backofen / Grill: Bei zugelassenen Ger├Ąten ohne geschlossenen Verbrennungskreislauf (ohne Abgasf├╝hrung nach au├čen) muss zwingend eine ausreichende Bel├╝ftung nach DIN EN 721 vorhanden sein und nachgewiesen werden. Dies ist f├╝r Selbstausbauer m. E. nicht durchf├╝hrbar. Daher sollte auf Back├Âfen mit geschlossenem Verbrennungskreislauf zur├╝ckgegriffen werden. Bei bereits ab Werk eingebauten Back├Âfen d├╝rfen die Zwangsentl├╝ftungen auf keinen Fall verschlossen werden.

Herd: Einrichtung / M├Âbel d├╝rfen nicht durch die W├Ąrmequelle so stark erhitzt werden k├Ânnen, dass Brandgefahr besteht. Bei zu geringem Abstand zu brennbaren Gegenst├Ąnden m├╝ssen fest angebrachte ggf. auch klappbare Abschirmbleche vorhanden sein. Notwendige Abst├Ąnde zu festen, brennbaren Gegenst├Ąnden z. B. M├Âbelw├Ąnden 200 mm, zu beweglichen Gegenst├Ąnden Vorh├Ąnge min. 300 mm).

Herde d├╝rfen auch klapp- oder schwenkbar oder herausnehmbar gebaut werden. Dann darf der Herd mit einem Gasschlauch angeschlossen werden. Der Schlauch muss so kurz wie m├Âglich sein und darf maximal 750 mm lang sein (bei Altanlagen max. 400 mm). Bei herausnehmbaren Kochern muss der Anschluss mittels einer Sicherheitsschnellschlusskupplung erfolgen. Beim Betrieb des Herdes muss eine Bel├╝ftungs├Âffnung mit 150 cm┬▓ ge├Âffnet werden. Ein entsprechender Warnhinweis muss sichtbar angebracht werden. Der Text des vorgeschriebenen Warnhinweises lautet (f├╝r Neuanlagen): ÔÇ× WARNUNG : Beim Kochen ist es erforderlich, f├╝r zus├Ątzliche L├╝ftung zu sorgen, z. B. durch das ├ľffnen von Fenstern in der N├Ąhe des Grill-, Koch- oder Backger├Ątes. Diese Ger├Ąte d├╝rfen nicht zur Raumheizung verwendet werden.ÔÇť K├╝hlschrank: Ein K├╝hlschrank mit Gasbetrieb darf nur noch so eingebaut werden, dass die Verbrennungsluftzufuhr und die Abgasf├╝hrung dicht gegen den Innenraum sind. Dazu gibt es inzwischen entsprechende Einbaus├Ątze der K├╝hlschrankhersteller. ÔÇ×GassteckdoseÔÇť f├╝r Grill o. ├Ą.: Es sind nur Sicherheits-Schnellschlusskupplungen zul├Ąssig, bei denen das ├ľffnen nur bei eingestecktem Gasschlauch m├Âglich ist und der Gasschlauch nur bei geschlossenem Absperrhahn abgezogen werden kann. ÔÇ×GassteckdosenÔÇť f├╝r Ger├Ąte au├čerhalb des Fahrzeugs benutzt werden, m├╝ssen au├čen am Fahrzeug angebracht sein. An ÔÇ×GassteckdosenÔÇť innerhalb des Fahrzeugs (z. B. f├╝r einen herausnehmbaren Kocher) d├╝rfen keine Ger├Ąte au├čerhalb des Fahrzeugs angeschlossen werden. ├ältere Modelle oder Kupplungen ganz ohne integrierten Absperrhahn d├╝rfen nicht verwendet werden.

Gas-Lampe: Es d├╝rfen nur noch Gaslampen mit Z├╝ndsicherung eingebaut werden. Je Gaslampe muss eine unverschlie├čbare L├╝ftungs├Âffnung mit 10 cm┬▓ vorhanden sein.

Abgasf├╝hrung

Unvorschriftsm├Ą├čige Abgasf├╝hrungen k├Ânnen gef├Ąhrlicher sein, als unvorschriftsm├Ą├čige Gasleitungen. Daher sollte auch bei der Abgasf├╝hrung sehr gewissenhaft gearbeitet werden. Insbesondere ist auf folgende Punkte zu achten:

Die Abgasf├╝hrung muss gem├Ą├č den Herstellervorschriften bzw. der Einbauanleitung ausgef├╝hrt werden.

Abgasleitungen m├╝ssen durchg├Ąngig sein. Es d├╝rfen keine Trennstellen im Rohr vorhanden sein.

Sie m├╝ssen steigend verlegt sein au├čer, der Hersteller genehmigt etwas anderes.

Es d├╝rfen keine Abgasrohre aus Aluminium mehr verbaut werden. Au├čer die sind vom Hersteller vorgesehen wie bei Abgasrohren, die innerhalb der Verbrennungszuluftrohre gef├╝hrt werden, wie z. B. bei Truma C- und E- Heizungen.

Abgasrohre m├╝ssen auf voller L├Ąnge einsehbar sein. Abschraubbare Verkleidungen oder Schutze d├╝rfen jedoch vorhanden sein.

Abgaskamine, die ├╝ber dem Dach m├╝nden, m├╝ssen mindestens 250 mm hoch sein.

Abgaskamin von Ger├Ąten mit Gasverbrauch > 30 g/h d├╝rfen nicht unter Fenstern m├╝nden und m├╝ssen min. 300 mm Abstand zu Fahrzeug├Âffnungen haben. Alternative kann ein Abschaltkontakt f├╝r das Ger├Ąt am Fenster angebracht werden. (Gibt es z. B. f├╝r die Truma C-Heizungen und Boiler).

Heizungsnutzung w├Ąhrend der Fahrt

Bisher ist es in Deutschland so, das die Nutzung der Gasheizung und des K├╝hlschrankes auf Gas w├Ąhrend der Fahrt nicht verboten ist. Im Ausland muss aber in aller Regel das Flaschenventil w├Ąhrend der Fahrt verschlossen sein. Entsprechend der Heizger├Ąterichtlinien 2001/56/EG und 2004/78/EG d├╝rfen Gasheizungen nun unter bestimmten Bedingungen europaweit w├Ąhrend der Fahrt betrieben werden. Vorschrift ist zun├Ąchst eine Gasanlage, die entsprechend DIN EN 1949 aufgebaut ist. Um die Heizung w├Ąhrend der Fahrt betreiben zu d├╝rfen, muss nun noch ein entsprechender Druckminderer mit automatischer Absperreinrichtung eingebaut sein, der verhindert, dass bei einem Unfall LPG frei wird.

Dieser Regler muss so eingebaut werden, dass bei der Fahrt kein LPG in den Druckminderer bzw. in die Heizung gelangen kann. D. h., dass es nicht allein mit dem Einbau eines solchen Druckminderers wie z. B. der Truma Secumotion getan ist. Seine (Schutz-)Funktion muss gepr├╝ft und sicher gestellt werden, da diese nur bei entsprechend aufgebautem Leitungsnetz wirksam ist. Ein Nachr├╝sten ist aber grunds├Ątzlich m├Âglich.

Entsprechend der EG-Richtlinie m├╝ssen bei Fahrzeugen, die nicht ├╝ber einen entsprechenden Druckmindere verf├╝gen Warnschilder im Flaschenkasten und in der N├Ąhe der Heizungsbedienung angebracht werden, dass die Gasflaschen w├Ąhrend der Fahrt zu verschlie├čen sind.

Anm.Diese Richtlinie ist f├╝r alle Fahrzeuge, die nach EG-Typgenehmigung zugelassen werden seit dem 1.1.06 bzw. 1.1.07 bindend. In wie weit die Heizung bei Fahrzeugen mit Selbstausbauten die durch Einzelabnahme zugelassen werden, und nicht den EG-Richtlinien entsprechen, w├Ąhrend der Fahrt in D noch genutzt werden d├╝rfen entzieht sich meiner Kenntnis.

Tipps zum praktischen Aufbau der Gasanlage:

Wegen des geringeren Gasdruckes in einer 30 mBar Anlage ist es wichtig, dass die Leitungsquerschnitte nicht unn├Âtig verengt werden. Deshalb rate ich dazu die Gasleitungen m├Âglichst mit einem passenden Rohrbiegeger├Ąt zu biegen (kein Ger├Ąt f├╝r 16 mm Gasrohre f├╝r die Haushaltsinstallation, sondern nur Ger├Ąte passend f├╝r 8 mm bzw. 10 mm Rohr (gibt es auch f├╝r ca. 10 ÔÇô 15 ÔéČ im Baumarkt). F├╝r das Abschneiden der Rohre empfehle ich einen kleinen Rohrschneider aus dem Baumarkt (unter 5ÔéČ). Damit sind saubere und vor allen Dingen gerade Schnitte m├Âglich, au├čerdem geht das Abl├Ąngen der Rohre damit sehr schnell, z. B. auch im Wohnmobil. Beim S├Ągen mit der Metalls├Ąge besteht in erster Linie die Gefahr, dass S├Ągesp├Ąne in das Gasrohr geraten. Daher dann unbedingt die Rohre vor Einbau mit (├Âlfreier) Druckluft ausblasen. Ich empfehle allen, die Rohrleitungen auf die in D ├╝bliche Art mit Stahlrohr und entsprechenden Schneidringverschraubungen aufzubauen. Denn auch alle handels├╝blichen Gasger├Ąte und Schl├Ąuche sind daf├╝r vorgesehen.

Die Montage von Schneidringverschraubungen ist an sich recht einfach:

1. Das Rohr rechtwinklig abschneiden und ggf. entgraten. Alle Sp├Ąne und Staub ausblasen.

2. Die ├ťberwurfmutter der Schneidringverschraubung auf das Rohr schieben.

3. Den Schneidring auf das Rohr schieben, dass das dickere Ende zur Mutter zeigt.

4. Das Rohrende d├╝nn mit Truma-Paste bestreichen.

5. Das Rohrende ganz in die Verschraubung einstecken.

6. Die ├ťberwurfmutter festziehen, dabei schneidet der Schneidring in das Metallrohr, wirft einen Grad auf und dichtet damit ab.

Wichtig ist ein sauberes Arbeiten, da Sp├Ąne oder Dreck in den Rohren die Brennerd├╝sen zusetzen und besch├Ądigen k├Ânnen.

Wenn man nicht eh zu einer der komfortableren Druckminderanlagen wie Secumotion, Duomatic, Triomatic o. ├Ą. greift, sollte man ├╝berlegen zu einem Druckminderer mit Manometer zu greifen. Der ist zwar etwas teurer als ein Regler ohne, verschafft aber ein wenig mehr Sicherheit: Das Manometer zeigt den Flascheninnendruck an. (Dieser hat nichts mit dem Flascheninhalt zu tun, das Manometer hat also keine Aussage ├╝ber den F├╝llzustand der Flasche.) Wenn man nun die Flasche zu dreht, dann muss der Flaschendruck weiterhin am Manometer angezeigt werden. F├Ąllt dieser im Laufe der Zeit (z. B. bis zum n├Ąchsten Morgen) ab, dann liegt irgendwo eine Undichtigkeit in der Gasanlage vor und die Anlage sollte ├╝berpr├╝ft werden. Diesen Test sollte man zur eigenen Sicherheit ab und an machen, er ersetzt aber keinesfalls die vorgeschriebene Gasabnahme, da hierbei das System u. a. auch mit einem erh├Âhten Pr├╝fdruck getestet wird.

Wissenswertes zu Gasflaschen

Es gibt verschiedene Arten von Gasflaschen. Einige davon sind problemlos untereinander austauschbar, andere unterscheiden sich im Regleranschluss oder dem enthaltenen Gas oder anderen Dingen.

Gasflaschen m├╝ssen zugelassen sein und alle 10 Jahre gepr├╝ft werden. Wobei das Datum der Pr├╝fung keine Rolle f├╝r die Verwendung der Flasche spielt, sondern nur f├╝r das Auff├╝llen der Flaschen. So d├╝rfen Flaschen mit abgelaufener Pr├╝fung nicht mehr bef├╝llt werden. Daher muss man sich als Verbraucher damit auch i. d. R. nicht weiter besch├Ąftigen. Das Pr├╝fen ├╝bernimmt der Fl├╝ssiggasversorger. Wenn man seine Flasche leer gegen voll beim Baumarkt, Campingh├Ąndler oder Fl├╝ssiggasversorger tauscht, erh├Ąlt man immer eine Flasche mit g├╝ltiger Pr├╝fung zur├╝ck. In der Regel werden auch abgelaufene Gasflaschen problemlos zur├╝ckgenommen, sollte ein H├Ąndler dabei einmal eine ÔÇ×Pr├╝fgeb├╝hrÔÇť oder ├ähnliches verlangen, dann w├╝rde ich den H├Ąndler wechseln. Interessant ist das ganze Thema f├╝r den Verbraucher eigentlich nur, wenn man eine halb volle Flasche bei einer F├╝llstation nachf├╝llen lassen will.

Gasflaschen d├╝rfen grunds├Ątzlich nur zu 80% Ihres Volumens mit Fl├╝ssiggas gef├╝llt werden, damit noch ausreichend Platz zur Ausdehnung bei Erw├Ąrmung vorhanden ist. Ein ├ťberf├╝llen ist gef├Ąhrlich, da ansonsten unzul├Ąssig hohe Innendr├╝cke entstehen k├Ânnen. Sichergestellt wird die korrekte F├╝llmenge beim Bef├╝llen durch Wiegen der Flasche. Alle Gasflaschen haben aus diesem Grund auch ihr individuelles Leergewicht (Tara) eingeschlagen.

Gasflaschenarten:

├ťblicherweise werden zun├Ąchst einmal je nach dem enthaltenen Gas zwei Systeme unterschieden: Propan- und Butangasflaschen. Beide unterscheiden sich jedoch nicht nur im enthaltenen Gas. Die (in D) meist grauen oder roten Propangasflaschen sind national unterschiedlich. Sie unterscheiden sich teilweise in der Bauform und den Handelsgr├Â├čen. Wichtigerer Unterschiede sind jedoch noch, dass sie unterschiedliche Anschlussgewinde f├╝r die Druckminderer haben und unterschiedliche Sicherheitskonzepte. So m├╝ssen diese Flaschen in Deutschland mit einem Sicherheitsventil ausgestattet sein, welches bei ├ťberdruck ÔÇ×aufmachtÔÇť und die Flasche so vor dem bersten Sch├╝tzen soll. In anderen L├Ąndern (z. B. in F) haben die Flaschen teilweise kein Sicherheitsventil und die Gasflaschen werden entsprechend stabiler ausgelegt, sie halten also einem h├Âheren Berstdruck stand. Wenn dieser dann jedoch erreicht wird...!!!????

Aufgrund der Unterschiede k├Ânnen deutsche Gasflaschen nur in einigen L├Ąndern getauscht werden, welche dieselben Flaschen verwenden. In einigen anderen L├Ąndern ist dann noch teilweise das bef├╝llen der eigenen Flasche m├Âglich und zul├Ąssig (wenn man eine F├╝llstation findet). Manchmal ben├Âtigt man dazu dann jedoch spezielle F├╝lladapter, welche im Campinghandel zu erwerben sind. Wenn die Propangas-Flaschen im Ausland nicht gef├╝llt werden k├Ânnen oder d├╝rfen, dann bleibt noch die M├Âglichkeit sich im Urlaubsland eine dortige Flasche zu leihen und diese mittels eines Adapters (auch im Campinghandel erh├Ąltlich) an die eigene Gasanlage anzuschlie├čen. Listen, wo was m├Âglich ist, gibt es z. B. beim ADAC oder den Campingclubs.

Blaue Butangasflaschen

Die blauen Butangasflaschen von der Firma Campinggas sind hingegen in sehr vielen L├Ąndern weltweit erh├Ąltlich und tauschbar. Die Flaschen haben auch alle dasselbe Anschlussgewinde und werden mit dem f├╝r Deutschland notwendigen Sicherheitsentnahmeventil an die Druckminderer der Propangasflaschen adaptiert.

Die blauen Butangasflaschen gibt es als 0,4 kg, 1,8 kg und 2,8 kg Flaschen. Sie sind in Deutschland eher bei Zelturlaubern o. ├Ą. verbreitet, da die Flaschen weniger Platz ben├Âtigen und es z. B. Kocheraufs├Ątze gibt, die direkt auf die Flasche geschraubt werden k├Ânnen. In Wohnmobilen und Wohnwagen findet man diese Flaschen seltener, da die Kosten f├╝r eine Gasf├╝llung um einiges ├╝ber einer Propangasf├╝llung liegen. Dazu kommen weitere Nachteile des Gases. Der einzige Vorteil ist die fast weltweite Verf├╝gbarkeit und Tauschbarkeit dieser Gasflaschen. Bei den Flaschen handelt es sich ebenfalls um Eigentumsflaschen.

Stahlflaschen

├ťblich und am weitesten in Deutschland verbreitet sind Propangasflaschen aus Stahl mit 5 kg oder 11 kg Inhalt. Es gibt auch gr├Â├čere Flaschen mit z. B. mit 33 kg Inhalt, aber diese sind eigentlich eher f├╝r Dauercamper interessant, die diese Flaschen neben dem Wohnwagen aufstellen oder f├╝r andere Anwendungszwecke. Beachten muss man dann, dass die ÔÇ×Gro├čflaschenÔÇť andere Anschlussgewinde haben und daher spezielle Druckminderer ben├Âtigen. Seltener findet man diese Stahl-Propangasflaschen auch in 3 kg Gr├Â├če. Stahlflaschen gibt es als Eigentums- oder Nutzungsflaschen in Gr├Â├čen von 3, 5 u. 11 kg oder als Pfandflaschen in 11 und 33 kg. Die Eigentumsflaschen sind grau, die Pfandflaschen ├╝blicherweise rot und mit dem Logo des Fl├╝ssiggasversorgers, dem sie geh├Âren.

Bei den (roten) Pfandflaschen gibt es je nach Fl├╝ssiggasversorger zwei Systeme: Entweder man zahlt ein Pfand f├╝r die Flasche + den Preis f├╝r die F├╝llung und bekommt dieses Pfand zur├╝ck, wenn man die Flasche wieder abgibt, oder man muss kein Pfand zahlen und zahlt statt dessen einen etwas h├Âheren Gaspreis. Die roten Gasflaschen k├Ânnen nur bei Vertriebspartnern des gleichen Fl├╝ssiggasversorgers getauscht werden, ein Auff├╝llen (bei anderen Versorgern oder F├╝llstationen) ist nicht zul├Ąssig. Bei den Eigentumsflaschen erwirbt man zun├Ąchst eine Flasche (diese ist meist schon gebraucht). Diese geh├Ârt einem nun und man k├Ânnte sie an einer der wenigen F├╝llstationen auch auff├╝llen lassen. ├ťblicherweise l├Ąsst man jedoch diese Flaschen nicht f├╝llen, sondern tauscht leere Flaschen beim H├Ąndler gegen volle Flaschen ein. Im Gegensatz zur Pfandflasche hat man hierbei aber den Vorteil, dass man nicht an einen Gasversorger gebunden ist, sondern die Flaschen bei jedem Gash├Ąndler tauschen kann. Eine R├╝ckgabe der Eigentumsflasche an den H├Ąndler ist nicht m├Âglich, jedoch ist ein ÔÇ×GebrauchtverkaufÔÇť machbar.

Kunststoffgasflaschen

Neuerdings gibt es auch verschiedene Systeme Kunststoffflaschen (meist in 6 kg und 10 kg Gr├Â├če) als Pfand- und Eigentumsflaschen. Diese Flaschen sind in etwa gleich schwer wie die Alu-Flaschen, haben aber noch den Vorteil, dass sie teilweise durchsichtig sind und so der F├╝llstand einfach zu erkennen sein soll. Des weiteren sollen einige der Flaschen (zumindest der Werbung nach) europaweit getauscht werden k├Ânnen.

Zurzeit sind Kunststoffflaschen in D noch wenig verbreitet au├čerdem hat BP seine Bem├╝hungen, Kunststoff-Gasflaschen in Deutschland zu etablieren, inzwischen eingestellt.

Alugasflaschen

Neben den Stahlflaschen gibt es Gasflaschen aus Aluminium von ALUGAS. In den Gr├Â├čen 6 kg und 11 kg sind diese Gasflachen ebenfalls Eigentumsflaschen.

Aluminium besitzt einige Eigenschaften, die gegen├╝ber dem gebr├Ąuchlichen Stahl einige erhebliche Vorteile bieten. Dass Aluminium mit einem spezifischen Gewicht von lediglich 2,7 kg/Liter nur etwa ein Drittel von Stahl wiegt (7,8 kg/Liter), d├╝rfte allgemein bekannt sein. Dass es Aluminiumlegierungen gibt, die h├Ąrter sind als manche Stahlsorte, ist nicht so allgemein bekannt. Im Falle der ALUGAS Flaschen liegt die Zugfestigkeit der verwendeten Aluminiumlegierung allerdings nur bei etwa 300 MPa, w├Ąhrend die Zugfestigkeit der bei Stahlflaschen ├╝blichen Stahlsorte bei 350 bis 390 MPa liegt. Durch die etwas h├Âhere Wandst├Ąrke, die die etwas geringere Festigkeit bedingt, kombiniert mit dem geringeren spezifischen Gewicht, ergibt sich allerdings eine geringere Besch├Ądigungsempfindlichkeit als bei Stahlflaschen.

Ein anderer Aspekt ist die hohe W├Ąrmeleitf├Ąhigkeit von Aluminium. Liegt der spezifische Wert f├╝r Aluminium bei 237 W, liegt dieser bei Stahl lediglich bei 50 W. Dieser Unterschied in der W├Ąrmeleitf├Ąhigkeit macht sich bei Gasflaschen, in denen das fl├╝ssige Gas erst "verdampfen muss" um gasf├Ârmiges Gas liefern zu k├Ânnen, schon bei Umgebungstemperaturen bemerkbar. Dieser Vorteil kommt aber bei niedrigeren Temperaturen, also bei Temperaturen unterhalb 5 bis 10┬░ C, erst richtig zum Tragen. Auch eine Stahlflasche leitet W├Ąrme aus der Umgebung ins Innere der Gasflasche, um Fl├╝ssiggas zu verdampfen. Sollte der Verbrauch an Gas allerdings h├Âher sein, wie die Menge an Gas die verdampft, sinkt die Temperatur im Gas allm├Ąhlich ab, der Gasdruck wird niedriger. K├╝hleres Gas str├Âmt durch die Regler und l├Ąsst diese Vereisen. Sollte der Regler nicht vereisen, beispielsweise ein geheizter Regler, sinkt die Temperatur in der Flasche weiter, bis schlie├člich die Flasche selbst vereist und der Gasdruck auf null sinkt. Die Flasche ist evtl. noch halb voll, dennoch liefert sie kein Gas mehr, muss erst ins Warme gestellt werden, bevor sie wieder Leistung bringt. Aluminium hingegen transportiert verf├╝gbare Energie wesentlich schneller und dazu von jedem Teil der Gasflasche ins Innere.

Die Verdampfungsleistung einer ALUGAS Flasche liegt daher mehr als 5 mal so hoch wie die einer Stahlgasflasche. Bei Edelstahlgasflaschen (15 W) ist der Unterschied noch gr├Â├čer, am bemerkenswertesten ist der Unterschied zu Kunststoffflaschen, die so gut wie keine

W├Ąrmeleitf├Ąhigkeit und damit eine sehr eingeschr├Ąnkte Verdampfungsleistung bieten. Wintercamping? Kein Problem! Selbst wenn statt reinem Propan (Siedepunkt -43┬░ C) ein Gemisch verwendet wird (AUTOGAS), gibt es mit ALUGAS Tankflaschen keine gravierenden Probleme ÔÇô selbst bei sehr niedrigen Temperaturen. Bei Temperaturen unterhalb von -20┬░ C sollte auch eine ALUGAS Tankflasche etwas w├Ąrmer gestellt werden, damit sie ihre volle Leistung entfalten kann, denn Aluminium ist zwar ein hervorragender W├Ąrmeleiter, erzeugt selbst aber keine Energie.

Die Gastankflasche

Eine weitere Art der Propangasflaschen sind die Gastankflaschen aus Stahl oder Aluminium. Bei diesen Flaschen handelt es sich eigentlich um eine Art tragbaren Gastank mit F├╝llstopp in Gasflaschenform. Diese Gastankflaschen gibt es als Kaufflaschen in 6 kg und 11 kg Gr├Â├če. Sie haben den Vorteil, dass sie ├╝berall an LPG-Tankstellen aufgef├╝llt werden k├Ânnen und d├╝rfen, auch im Ausland. Die Gastankflaschen unterliegen ebenfalls der 10 Jahres Pr├╝fpflicht, deren Kosten der Eigent├╝mer zu tragen hat.

Aufgrund der z.Z. geltenden Richtlinien und Vorschriften werden Gastankflaschen rechtlich nicht wie die fest eingebauten Gastanks behandelt, sondern gelten weiter als Gasflasche, obwohl die Gastankflaschen alle Sicherheitseinrichtungen wie die Gastanks aufweisen. In Deutschland d├╝rfen nur die Tankstellen Gasflaschen bef├╝llen, die eine Genehmigung dazu haben.

Eigene Anmerkung:

Seit 4/2014 sind Tankflaschen den Gastanks gleichgestellt. D.h. Tankflasche m├╝ssen fest mit dem Fahrzeugrahmen verbunden sein. Spannb├Ąnder oder Stahlb├Ąnder erf├╝llen diese Anforderung nicht. Die Tankflaschenbefestigung muss vom T├ťV, DEKRA, oder ├Ąhnliche Organisationen, abgenommen und im Fahrzeugschein eingetragen werden.

An den Tankstellen liegen teilweise folgenden Verbraucherhinweise aus:

Verbraucherhinweis - ÔÇ×TankflaschenÔÇť f├╝r Propan

Derzeit werden sogenannte ÔÇ×TankflaschenÔÇť insbesondere f├╝r den Freizeitbereich (Camping) meist ├╝ber das Internet zum Verkauf angeboten. Dem Camper soll mit diesem Produkt die M├Âglichkeit gegeben werden, seinen Fl├╝ssiggasbedarf quasi ├╝berall / an jeder ├Âffentlichen Autogastankstelle zu decken. Dies ist jedoch aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Betriebssicherheitsverordnung) so nicht zul├Ąssig.

Nach dieser Verordnung d├╝rfen an Autogastankstellen nur Treib- bzw. Brenngastanks, die mit dem Fahrzeug oder sonstiger ortsbeweglicher Betriebsanlage dauernd fest verbunden sind, volumetrisch bef├╝llt werden.

Diese Forderung erf├╝llen die angesprochenen Tankflaschen nicht.

Betreiber von Autogastankstellen, welche abweichend von der erforderlichen Erlaubnis der zust├Ąndigen Beh├Ârde das Bef├╝llen dieser Flaschen dulden, handeln i. S. d. o. a. Verordnung ordnungswidrig.

Neben den formalen ÔÇô stehen auch Sicherheits-Aspekte einer solchen Bef├╝llung entgegen.

So kann bspw. bei einer Bef├╝llung durch den Laien nicht ausgeschlossen werden, dass:

- die Pr├╝ffrist der Flasche bereits ├╝berschritten ist,

- die Flasche mechanisch (sicherheitstechnisch bedenklich) besch├Ądigt ist (Beule / Delle),

- durch beabsichtigtes o. unbeabsichtigtes Schr├Ąghalten die Flasche ├╝berf├╝llt wird.

Die angef├╝hrten Sachverhalte k├Ânnen jedoch Ursachen f├╝r das Bersten von Gasflaschen darstellen.

Dies zu beachten, ist dagegen Aufgabe eines mit einer ebenfalls erforderlichen beh├Ârdlichen Erlaubnis ausgestatteten F├╝llbetriebes. Hier werden die Flaschen von sachkundiger Hand ordnungsgem├Ą├č in einer daf├╝r vorgesehenen Flaschenf├╝llanlage bef├╝llt.

Betreiber von Autogastankstellen sollten potenzielle Kunden daher bspw. durch Aufkleber an der Abgabeeinrichtung / Zapfs├Ąule ├╝ber das Verbot des Bef├╝llens von Campingflaschen informieren.

Um Gastankflaschen an Tankstellen betanken zu k├Ânnen, m├╝ssen die Gastankflaschen gem├Ą├č der o.a. Anordnung fest mir dem Fahrzeug verbunden sein. Die ├╝blichen Gurte in den Gask├Ąsten reichen nicht aus.

Da die deutschen Vorschriften im Ausland keine G├╝ltigkeit haben, k├Ânnen Gastankflaschen rechtlich im Ausland selbst betankt werden. Die im Ausland vorhanden Vorschriften sind selbstverst├Ąndlich zu beachten. Um im Ausland keine Probleme mit dem Tankwart zu bekommen, ist es empfehlenswert, den Hinweis, dass es sich um eine Gastankflasche mit automatischem F├╝llstopp handelt, in der entsprechenden Sprache mitzuf├╝hren oder besser, an die Gastankflasche anzubringen.

Gassorten

Als Brenngase f├╝r Campinganwendungen sind 3 Gasarten ├╝blich. Am gebr├Ąuchlichsten ist Propangas. In den blauen Gasflaschen der Fa. Campinggas wird Butangas vertrieben. In den Stechkartuschen befindet sich ein Mischgas, welches zu 70 ÔÇô 80 % aus Butangas und zu ca. 20 ÔÇô 30 % aus Propangas besteht. Handels├╝bliches Butangas bzw. Propangas besteht zu 99 % aus Butan bzw. zu 99 % aus Propan oder Propen. Die Brennwerte je kg der beiden Gase sind nahezu identisch. Sie unterscheiden sich aber in Ihren Dampfdruckkurven. So verdampft Propan noch bis ÔÇô 42 ┬░C, w├Ąhrend Butan unter 0 ┬░C fl├╝ssig bleibt und nicht mehr zu verwenden ist. Diese Temperaturen kann das Gas auch bei h├Âheren Au├čentemperaturen erreichen, wenn eine gro├če Menge Gas entnommen wird, da zum ├ťbergang des Gases aus der fl├╝ssigen in die gasf├Ârmige Phase W├Ąrmezufuhr erforderlich ist. Reicht die W├Ąrme nicht aus, so k├╝hlt das Gas ab. Aufgrund der unterschiedlichen Dampfdruckkurve ergeben sich auch unterschiedliche Gasflaschen-Innendr├╝cke. Dieser betr├Ągt bei 20 ┬░C 7,5 Bar f├╝r Propan und 1,4 Bar f├╝r Butan. Bei 30 ┬░C betragen die Dr├╝cke 10,5 Bar (Propan) und 2,1 Bar (Butan). Wie man sieht, herrscht in einer Butangasflasche ein deutlich geringerer Innendruck. Da die Flasche auch nur f├╝r diesen Druck ausgelegt ist, darf niemals Propangas in eine Butangasflasche gef├╝llt werden.

Was ist AUTOGAS (LPG)?

LPG (Liquefied Propane Gas) Autogas, in Frankreich als GPL bezeichnet, ist ein fossiler Energietr├Ąger, der bei der Verarbeitung von Roh├Âl zu Kraftstoffen und Derivaten anf├Ąllt; also ein Kohlenwasserstoffgas, das bei der Verbrennung zu CO2 und H2O oxidiert.

Abgesehen von der CO2 Freisetzung erfolgt die Verbrennung ohne andere Abgase wie Stickoxide oder Schwefelwasserstoff, also recht umweltfreundlich. Es besteht aus verschiedenen Gasen wie Propan und Butan, aber auch anderen Gasen wie Propen, Buten, Isobutan oder anderen Abwandlungen, vereinfachend wird deshalb oft auch von Fl├╝ssiggas gesprochen.

Bei AUTOGAS handelt es sich also um ein Gemisch aus Propan, Butan und in geringen Mengen aus anderen artverwandten Gasen. Die Zusammensetzung des Gemisches ist unterschiedlich von Land zu Land und teilweise auch abh├Ąngig von der Jahreszeit.

Gem├Ą├č Auskunft der Firma Lange Gas in Lippstadt vom 08.12.2008 gilt in Deutschland:

Propangas in Flaschen besteht ganzj├Ąhrig zu ├╝ber 99% aus Propan.

LPG der Autogastankstellen besteht ├╝berwiegend aus Propan und Butan. Das Verh├Ąltnis von Propan zu Butan ver├Ąndert sich je nach Jahreszeit und Au├čentemperatur. Im Sommer kann das Verh├Ąltnis auch 60% Propan und 40% Butan sein.

Additive werden dem LPG nicht beigemischt. Ben├Âtigen Maschinen besondere Additive, so werden diese mit einem extra angeschlossenen Beh├Ąlter direkt am Verbraucher beigemischt werden.

Fazit f├╝r den Campingbereich:

Im Winter besteht die Gefahr, dass eine mit LPG gef├╝llte Flasche nicht zu 100% genutzt werden kann. Hier sind unter Beachtung aller Vorschriften L├Âsungen zu suchen. Z.B. k├Ânnte ein im Winter beheizter Gaskasten dieses Problem beseitigen.

Da durch die Hersteller von LPG keine Additive beigemischt werden, sind auch keine Betriebsst├Ârungen der Verbraucher (Heizung, Gasherd, K├╝hlschrank) zu erwarten.

Warum 80 % F├╝llung?

Fl├╝ssiggas bleibt schon bei geringen Dr├╝cken in Umgebungstemperatur fl├╝ssig. Der Druck in eine Gasflasche steigt mit steigenden Temperaturen, dabei dehnt sich Fl├╝ssiggas allerdings mehr aus als beispielsweise Wasser. Deshalb werden Gasflaschen auch f├╝r h├Âhere Dr├╝cke ausgelegt, als im normalen Betrieb jemals vorkommen. Eine Besonderheit bei Fl├╝ssiggas ist, dass der Druck im rein fl├╝ssigen Zustand rapide steigt, n├Ąmlich 7 bar je 1┬░ C.

Aus diesem Grund ist wichtig, dass in der Gasflasche keine reine Fl├╝ssigphase herrscht, sondern stets ein Dehnvolumen vorhanden ist. Deshalb d├╝rfen Gasflaschen nicht zu 100 % gef├╝llt werden, sondern lediglich mit 80 %. Dies bel├Ąsst 20 % des Flaschenvolumens als Dehnvolumen in der Flasche, was in unseren Temperaturgefilden v├Âllig ausreichend ist. Steigt die Temperatur in der Gasflasche, dehnt sich die fl├╝ssige Phase aus und der Druck steigt um gut 0,2 bar je 1┬░ C.

Dieser Wert gilt f├╝r Propan, bei Butan steigt der Druck langsamer an. Wird eine Gasflasche bei 15┬░ C mit 80 % Propan gef├╝llt, herrscht in der Flasche ein Druck von ca. 7 bar. Steigt die Umgebungstemperatur der Gasflasche, f├╝llt die fl├╝ssige Phase erst bei etwa 70┬░ C das komplette Volumen der Gasflasche aus, es herrschen etwa 25 bar Druck in der Gasflasche. Bei weiterer Temperaturerh├Âhung steigt der Druck nun um 7 bar je 1┬░ C an, schnell ist ein kritischer Druck erreicht. Allerdings kommen derartige Temperaturen (fast) an keinem Ort dieser Welt vor.

Als zus├Ątzliche Sicherheitsma├čnahme wird in Deutschland wie auch in anderen L├Ąndern mit Sicherheitsventilen (PRV = Pressure Relief Valve) gearbeitet, die bei Erreichen eines bestimmten Druckes Fl├╝ssiggas aus der Flasche entweichen lassen und bei Erreichen eines geringeren Druckes die Flasche wieder schlie├čen. Aus diesem Grund ist das Arbeiten mit Fl├╝ssiggas eine sehr sichere Sache.

Anders, wenn die Flasche zu 100 % gef├╝llt wird. Das k├Ânnte geschehen, wenn beispielsweise eine Gasflasche ohne F├╝llstoppmechanismus, also eine normale Gasflasche, unvorsichtigerweise bis zum Rand gef├╝llt wird. Auch hier gilt die Regel, dass der Druck um 7 bar je 1┬░ C ansteigt, nur diesmal gibt es kein Dehnvolumen, sondern die Druckerh├Âhung wirkt unmittelbar auf die Gasflasche.

Schon bei Temperaturerh├Âhungen von lediglich 10┬░ C k├Ânnte es zu einem Bersten der Gasflasche kommen. Es w├╝rde fl├╝ssiges Gas freigesetzt, das verdampft und dazu erhebliche Mengen von Energie ben├Âtigt, was zu einer schlagartigen Abk├╝hlung der Umgebung f├╝hren w├╝rde (Erfrierungen), oder aber in Anwesenheit einer ausreichend starken Feuerquelle zur Z├╝ndung des Gases und damit zu einer Explosion.

Um derartige Unf├Ąlle zu vermeiden, ist die F├╝llung von normalen Gasflaschen an Tankstellen verboten. F├╝llen Sie deshalb niemals eine normale Gasflasche an einer AUTOGAS Tankstelle, nur Tankflaschen mit F├╝llstoppautomatik gew├Ąhrleisten die erforderliche Sicherheit!

Was ist der Unterschied zu Erdgas?

Bei Erdgas handelt es sich um ein nat├╝rlich vorkommendes Gas, das in Lagerst├Ątten der Erde ├Ąhnlich wie Erd├Âl entstanden ist. Wie Fl├╝ssiggas ist auch Erdgas ein Kohlenwasserstoffgasgemisch mit recht umweltfreundlicher Verbrennung, allerdings besteht es zum gr├Â├čten Teil (ca. 90 bis 98 %) aus Methan. Die anderen Komponenten sind Alkane (Ethan, Propan, Butan, Pentan) und Inertgase. Im Unterschied zu Fl├╝ssiggas l├Ąsst sich Erdgas nur unter erheblichem Druck oder bei sehr niedrigen Temperaturen verfl├╝ssigen, wird in diesem Zustand dann LNG (Liquified Natural Gas) genannt. Da beide Bedingungen zum Verfl├╝ssigen hohen Technik- und Energieaufwand bedeuten, wird Erdgas in der Regel nur verdichtet statt verfl├╝ssigt. In entsprechend stabil gebauten Beh├Ąltern wird Erdgas mit bis zu 200 bar gelagert, in diesem Zustand wird es CNG (Compressed Natural Gas) genannt.

Die Art der Lagerung der beiden Gase unterscheidet sich daher grundlegend. Erzeugt Fl├╝ssiggas im fl├╝ssigen Zustand leicht beherrschbare Dr├╝cke, ist das bei Erdgas alltagstauglich nicht zu machen.

1 Liter fl├╝ssiges Fl├╝ssiggas ergibt etwa 260 Liter gasf├Ârmiges Fl├╝ssiggas, die Energiespeicherm├Âglichkeit im fl├╝ssigen Zustand ist daher sehr interessant.

1 Liter Erdgas unter 200 bar Druck ergibt 200 Liter Erdgas unter 1 bar Druck. Der technische Aufwand zur Erzielung einer ├Ąhnlichen Speicherkapazit├Ąt ist bei Erdgas also erheblich h├Âher. An Erdgastankstellen wird der Tank des Fahrzeugs mit Erdgas ÔÇÜaufgeladenÔÇÖ auf einen Druck von 200 bar. Sollte an einer Erdgastankstelle eine Fl├╝ssiggasflasche ÔÇÜaufgeladenÔÇÖ werden, wird es diese unweigerlich bei ca. 90 bar zerrei├čen, mit entsprechender Freisetzung von Energie auf einen Schlag (Explosion, allerdings nicht unbedingt mit Feuerbildung, wenn keine Z├╝ndquelle in der N├Ąhe).

Aus diesem Grund werden Erdgas- und Fl├╝ssiggastanksysteme mit komplett unterschiedlichen Anschl├╝ssen und Komponenten versehen, damit niemals zuf├Ąlligerweise oder aufgrund von Unwissenheit eine Verwechslung erfolgen kann. Da Menschen auf die wunderlichsten Ideen kommen, weisen wir Sie darauf hin, dass Sie niemals versuchen sollten, diese Anschl├╝sse oder Komponenten zu ver├Ąndern, um Ihr Tankflaschensystem mit Erdgas zu betanken. H├Âchste Lebensgefahr!

Gefahren von Fl├╝ssiggas:

Propangas ist ungiftig und an sich geruchlos. Der typische Gasgeruch kommt von extra zugef├╝hrten Stoffen.

Bei der Ber├╝hrung von Fl├╝ssiggas mit der Haut kommt es aufgrund des W├Ąrmeentzuges i. d. R. zu K├Ąlteverbrennungen.

Fl├╝ssiggase sind schwerer als Luft, sie sinken also zu Boden. Sie sind jedoch leichter als Wasser, und wenn sie z. B. in die Kanalisation kommen, dann bildet sich eine Fl├╝ssiggasschicht ├╝ber dem Wasser.

Fl├╝ssiggas ist nur in einem bestimmten Gas-Luft-Gemisch z├╝ndf├Ąhig. Bei unvollkommener Verbrennung und zu geringer Luftzufuhr entsteht bei der Verbrennung Kohlenmonoxid. Dieses ist hochgiftig, daher muss der Frischluftzufuhr und der Abgasf├╝hrung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

S

Gaspr├╝fung beim Wohnmobil / Wohnwagen

Immer mal wieder kann man in Internetforen lesen oder in Gespr├Ąchen mit anderen Campern (bzw. als "Gaspr├╝fer" im Gespr├Ąch mit Kunden) h├Âren, dass Gaspr├╝fungen nicht ordentlich durchgef├╝hrt wurden. So liest oder h├Ârt man u. a., dass die vermeintliche "Gaspr├╝fungen" nur aus dem Abdr├╝cken der Gasanlage bestand, oder dass diese Dichtheitspr├╝fung sogar nur mit dem Manometer des verbauten Druckminderers durchgef├╝hrt worden sei.

So etwas ist keine Gaspr├╝fung im Sinne des DVGW Arbeitsblattes G607 und dadurch wird das Ziel der Gaspr├╝fung (= sichere Gasanlagen) nicht erreicht. Ferner f├╝hren solche "Pr├╝fungen" dazu, dass die Besitzer der Fahrzeuge am Sinn der zweij├Ąhrigen Gaspr├╝fung zweifeln, da sie selber merken, dass so etwas nicht viel taugt und in der "Pr├╝fung" nur reine Geldmacherei sehen. F├╝r eine solche "Pr├╝fung", die in keiner Weise den Anspr├╝chen gen├╝gt, sollte in meinen Augen rein gar nichts bezahlt werden, da die gew├╝nschte und vereinbarte Leistung (= eine Pr├╝fung gem├Ą├č Arbeitsblatt G607) nicht erbracht wurde. Das Geld gibt es schlie├člich nicht f├╝r den Stempel und die Plakette, sondern f├╝r die Durchf├╝hrung einer ordnungsgem├Ą├čen Gaspr├╝fung, bei der alle sicherheitsrelevanten Dinge gepr├╝ft werden.

Doch wie sollte eine vorschriftsm├Ą├čige und vollst├Ąndige Gaspr├╝fung aussehen und was muss alles kontrolliert werden? Die einzelnen Punkte findet man auf der gelben Gaspr├╝fbescheinigung, dort ist eine "Checkliste" zu finden, die vom Pr├╝fer abgezeichnet werden m├╝ssen. Welche Punkte alle gepr├╝ft werden m├╝ssen zeigt auch die nachfolgend Aufstellung, welche versuchen soll alle relevanten Punkte so zu beschreiben, dass auch der interessierte Laie grob versteht um was es geht und damit jeder seinem Pr├╝fer das n├Ąchste Mal ein wenig auf die Finger schauen kann. Schlie├člich geht es um die eigene Sicherheit und wenn man schon gutes Geld daf├╝r zahlt, dann sollte man auch die entsprechende Leistung daf├╝r bekommen.

"Gaskasten"

Der gesamte "Gaskasten" muss einer Sichtkontrolle unterzogen werden. Dabei ist insbesondere auf folgende Punkte zu achten:

Ist der "Gaskasten" zum Innenraum hin abgedichtet und ist bei innen liegenden "Gask├Ąsten" die T├╝rdichtung noch in Ordnung?

Ist die Entl├╝ftungs├Âffnung vorschriftsm├Ą├čig und nicht zugebaut?

Sind unzul├Ąssige Z├╝ndquellen im "Gaskasten" vorhanden, wie z. B. Elektroinstallation?

Sind die vorgeschriebenen Flaschenhalterungen vorhanden?

Sind unzul├Ąssige Gasinstallationen im "Gaskasten" vorhanden?

Ist der Betriebsdruckaufkleber vorhanden?

Sind n├Âtige Abst├Ąnde zu W├Ąrmequellen eingehalten?

Bei Gaskastenentl├╝ftung nach unten: Wo befinden sich Verbrennungsluftansaugungen von Standheizungen etc.?

Druckregler und Gasschl├Ąuche im Gaskasten m├╝ssen auf folgende Punkte untersucht werden:

Alter der Druckregler und Schl├Ąuche?

Ist der Druckregler f├╝r den Einsatz im Wohnwagen / Wohnmobil zugelassen?

Hat der Druckregler den richtigen Betriebsdruck?

Ist der Gasschlauch / sind die Gasschl├Ąuche zul├Ąssig (Druckklasse, Bauart, L├Ąnge) und frei von Besch├Ądigungen oder Alterungsrissen?

Stimmen Druckregler und Schl├Ąuche mit den entsprechenden Eintragungen in der Pr├╝fbescheinigung ├╝berein?

Bei einem ggf. vorhandenen Gastank sind folgende Punkte zu pr├╝fen:

G├╝ltigkeit der Druckpr├╝fung des Gastanks

Sichtkontrolle des Gastanks (Korrosion etc.

Alter und Zustand des Druckminderers

Sichtkontrolle der gesamten Gasanlage:

Zustand der Rohrleitungen (Sichtpr├╝fung auf Korrosion und Besch├Ądigung. - Bei Wohnwagen und ggf. auch bei einigen Wohnmobilen muss man sich dann als Pr├╝fer auch mal unter das Fahrzeug legen, um die Hauptleitung zu begutachten.)

Kontrolle, ob die Gasleitungen noch vorschriftsm├Ą├čig befestigt sind und dass keine unzul├Ąssigen Elektroleitungen an diesen Befestigt oder zu nahe verlegt sind.

Verschaffen eines ├ťberblickes ├╝ber die gesamte Anlage, Kontrolle ob alle Ger├Ąte in der Pr├╝fbescheinigung eingetragen sind und ob es sich um die richtigen Ger├Ąte handelt.

Pr├╝fen ob ein Kocher mit (zul├Ąssigem) Gasschlauch verbaut ist, ggf. Gasschlauch pr├╝fen auf Alter, Zul├Ąssigkeit und Besch├Ądigung.

Kontrolle ob die Absperrh├Ąhne zul├Ąssig sind und ob notwendige Bezeichnungen angebracht sind. ├ľffnen aller Absperrh├Ąhne f├╝r die Druckpr├╝fung.

Kontrolle ob (unzul├Ąssige) Ver├Ąnderungen an der Gasanlage vorgenommen wurden.

Kontrolle der Gasger├Ąte und der Abgasf├╝hrungen (soweit vorhanden und zug├Ąnglich):

Herd:

Brennerdeckel fest?

Abst├Ąnde zu brennbaren Gegenst├Ąnden?

Ggf. Flammschutz vorhanden?

Vorgeschriebener Warnhinweis vorhanden?

Ggf. vorgeschriebener W├Ąrmeschild vorhanden?

Heizung:

Sichtkontrolle auf ├Ąu├čere Besch├Ądigungen?

Abgasrohre fest, ohne Besch├Ądigung und steigend verlegt?

Bei S-Heizung Edelstahl-Abgasrohr verbaut?

Bei S-Heizungen Sichtkontrolle der Brennerkammer (dazu muss die Abdeckung abgenommen werden).

K├╝hlschrank:

Einbau entsprechend der Vorschriften?

Abgasf├╝hrung?

Ist die notwendige Frischluftzufuhr gew├Ąhrleistet?

Backofen:

Welche Abgasf├╝hrung?

Ist bei Abgasf├╝hrung nach innen die n├Âtige Zwangsentl├╝ftung vorhanden, oder wurde diese verschlossen?

Gaslampe:

Ist die n├Âtige Zwangsentl├╝ftung vorhanden?

Druckpr├╝fung der Anlage:

Dabei muss die gesamte Anlage mittels des Dichtheitspr├╝fger├Ątes (der "Luftpumpe") mit einem Pr├╝fdruck von 150 mBar auf Dichtheit gepr├╝ft werden. Die korrekte Vorgehensweise ist folgende:

1. Sicherstellen, dass die Absperrh├Ąhne der Ger├Ąte alle auf "AUF" stehen. Wenn notwendig m├╝ssen die Gasschl├Ąuche vorher gewechselt werden.

2. Abschrauben des Druckminderers von der Schlauchleitung bzw., bei der Triomatic oder anderen wandmontierten Reglern ohne Pr├╝fanschluss, Demontage des Druckreglers von der Wand und abschrauben vom Gasrohr.

3. Anschlie├čen des Dichtheitspr├╝fger├Ątes, bei einem Rohrleitungsvolumen unter 700 cm┬│ muss ein Zusatz-Pr├╝fvolumen verwendet werden.

4. Aufpumpen auf 150 mBar.

5. F├╝nf Minuten warten, damit sich die komprimierte Luft im Rohrsystem wieder abk├╝hlen kann. Dabei f├Ąllt der Druck etwas ab. Dieser Druckabfall ist normal und richtig.

6. Nun nicht wieder aufpumpen, sondern den Druck ablesen und merken. Dieser Druck muss nun 5 Minuten gehalten werden.

7. Wenn der Druck in diesen 5 Minuten weiter abgefallen ist, so wurde die Dichtheitspr├╝fung nicht bestanden. Zum Bestehen der Gaspr├╝fung m├╝sste nun der Fehler gesucht und behoben werden.

8. Wenn der Druck die 5 Minuten gehalten wurde kann das Dichtheitspr├╝fger├Ąt demontiert und der Druckregler montiert werden.

9. Anschlie├čend den Druckminderer an der Gasflasche anschlie├čen, die Flasche aufdrehen und die Verbindungen Flasche zum Druckminderer sowie Druckminderer zum Gasschlauch (oder ggf. andere/weitere Verbindungen, je nach Regleranlage) mit Lecksuchspray auf Dichtheit pr├╝fen.

Brennprobe und Kontrolle der Z├╝ndsicherungen:

Alle vorhandenen Gasger├Ąte z├╝nden und gemeinsam auf h├Âchster Stufe laufen lassen. Die Flammbilder kontrollieren, daraus l├Ąsst sich auf den Zustand der Gasger├Ąte, Druckminderer und ggf. Leitungssystem schlie├čen. Zur Kontrolle der Z├╝ndsicherungen je einen Absperrhahn schlie├čen und die Zeit messen, bis die jeweiligen Z├╝ndsicherung(en) ausl├Âsen. Diese Pr├╝fung nacheinander f├╝r jedes Ger├Ąt durchf├╝hren. Nebenbei wird dabei noch die Funktion der Absperrh├Ąhne und deren richtige Zuordnung gepr├╝ft.

Pr├╝fbescheinigung und Pr├╝fplakette

Zum Schluss wird die Pr├╝fbescheinigung noch vollst├Ąndig ausgef├╝llt und bei bestandener Gaspr├╝fung die Pr├╝fplakette aufgeklebt.. Das eine vorschriftsgem├Ą├če Pr├╝fung nicht in 5 Minuten zu machen ist, sollte jetzt jedem klar sein. Eine solche Gaspr├╝fung d├╝rfte im Regelfall min. 25 Minuten dauern.